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Sichtbarkeitsindex Definition

Was ist der Sichtbarkeitsindex?

Der Sichtbarkeitsindex, auch Visibility genannt, ist im Online Marketing, insbesondere im Bereich der Suchmaschinenoptimierung (SEO) eine Kennzahl, mit der die Auffindbarkeit einer Domain in Suchmaschinen bewertet werden kann. Zur Berechnung wird eine große Anzahl Keywords überwacht. Erzielt eine Domain bei einem der überwachten Keywords ein Ranking, so steigt der Sichtbarkeitsindex. Der Anstieg ist stärker, je besser die Position in der Suchmaschine ist, und je häufiger nach dem jeweiligen Keyword gesucht wird (Suchvolumen). Der Sichtbarkeitsindex ermöglicht so die Erfolgsmessung von Online Marketing Maßnahmen, das Erkennnen von technischen Problemen einer Website und ein Wettbewerbsvergleich zwischen verschiedenen Domains.

Beim Sichtbarkeitsindex handelt es sich allerdings um keine allgemeingültige Kennzahl. Die Berechnung erfolgt über verschiedene Tools, wobei jeder Toolanbieter einen individuellen Algorithmus verwendet.

Berechnung des Sichtbarkeitsindex

Auch wenn die verschiedenen Tools individuelle Algorithmen verwenden, ähneln sich die über längere Zeiträume gemessenen Sichtbarkeitsverläufe, da die Grundlage der Berechnung bei allen Tools gleich ist:

Σ = ( Keyword Suchvolumen * Klickrate(Ranking) )

Der Sichtbarkeitsindex berechnet sich aus der Summe (Σ) von: dem Suchvolumen eines Keywords (=wie oft wird das Keyword gesucht?) multipliziert mit der erwarteten prozentualen Klickrate auf das Suchergebnis. Die Klickrate ist abhängig vom Ranking (auf welcher Position steht die jeweilige Website in den Suchmaschinen?). Bspw. könnte ein Algorithmus festlegen, dass ein Keyword, das auf Position 1 rankt, eine Klickrate von 20% hat. Ein Ranking auf Position 10 hingegen nur 2%. usw.

Aufgrund der Marktdominanz von Google beziehen die meisten deutschen Tools ausschließlich Google-Daten (Rankings und Suchvolumina) in die Berechnung mit ein.

Einsatzbereiche

Der Sichtbarkeitsindex wird maßgeblich im Bereich der Suchmaschinenoptimierung (SEO) eingesetzt. Manche Tools wie Searchmetrics oder Xovi bieten darüber hinaus noch Sichtbarkeitsindizes für Search Advertising (SEA), vor allem für Google AdWords, diese Indizes sind aber aufgrund der hohen Fluktuation nicht aussagekräftig.

Aussagekraft des Sichtbarkeitsindex

Aus massiven Steigungen oder Einbrüchen des Sichtbarkeitsindex lassen sich im zeitlichen Verlauf Erfolge von Optimierungsmaßnahmen, oder mögliche technische Probleme ablesen. Allerdings können Schwankungen auch durch größere Änderungen im Google Algorithmus zustande kommen. Der Sichtbarkeitsindex sagt allerdings nur aus, wie hoch der Traffic (Summe der Besucher) über Suchmaschinen theoretisch zu erwarten ist. Ob der Traffic wirklich einen Nutzen für die jeweilige Website darstellt, oder ob die statitisch ermittelte Klickrate für einzelne Keywords auch tatsächlich realistisch ist, wird nicht betrachtet.

Beispiel:

Ein Elektronik Online Shop besitzt das „Trusted Shop Siegel“. In Google rankt der Shop beim Keyword „Trusted Shop“ auf Position 2, gleich hinter trustedshop.de. Da „Trusted Shop“ ein hohes Suchvolumen besitzt, und der Shop gut auf Position 2 rankt, würde der Sichtbarkeitindex auf Basis des Algorithmus stark zulegen. In der Praxis hätte dieses Ranking aber keinerlei Wert. Wer nach „Trusted Shop“ sucht, will in der Regel Informationen über das Siegel und wird ausschließlich auf das Suchergebnis des Anbieters klicken.

Bekannte Toolanbieter

Bekannte Tools mit denen sich Sichtbarkeitsindizes ermitteln lassen sind zum Beispiel:

  • Searchmetrics
  • Sistrix
  • Seolytics
  • Xovi
  • Abakus SEO Diver

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