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Berufschancen erhöhen: Möglichkeiten nach dem Studium

Das Studium neigt sich dem Ende zu. Man blickt auf eine schöne Zeit zurück. Zwischen Abschlussarbeiten und den finalen Klausuren oder Praktika stellt sich nun die Frage, wie es weitergehen soll. Der Einstieg in das Berufsleben nähert sich, doch dieser gestaltet sich meist nicht einfach. Dennoch gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Chancen auf einen unkomplizierten und vor allem erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben zu erhöhen.  

Die richtige Vorbereitung

Wie bei vielen Dingen im Leben, mag auch der Einstieg ins Berufsleben gut geplant sein. Bevor man beginnt sich Sorgen zu machen, sollte man sich allerdings auch bewusst werden, dass heutzutage wenige Karrieren wirklich linear verlaufen. Meist ist es nur wichtig einmal den Sprung ins Arbeitsleben zu schaffen. Dann ergeben sich viele Dinge, wie Branchenwechsel oder Aufstiegschancen, oft von selbst.

Am besten überlegt man sich natürlich schon während des Studiums, in welche Richtung es gehen soll. Dabei geht es gar nicht darum schon jedes kleinste Detail des Traumjobs zu kennen. Es reicht eine ungefähre Vorstellung darüber, welcher Tätigkeitsbereich in welcher Art von Umfeld infrage kommt. Dabei hat man die Wahl zwischen klein- und mittelständischen Unternehmen, internationalen Konzerne, oder einer baldigen Selbstständigkeit. Wer den Jobeinstieg erleichtern will, kann auch über eine Aufstiegsfortbildung mit IHK Abschluss nachdenken.

Erfahrungen sammeln

Im Vorteil stehen natürlich Jobsuchende, die schon während des Studiums Praktika absolviert haben und dabei wertvolle Berufserfahrung sammeln konnten. Wer dabei in einer Firma tätig war, die als zukünftiger Arbeitgeber infrage kommt, hat natürlich große Chancen bald einen passenden Job zu finden. Denn über persönliche Kontakte lässt sich vieles noch einmal leichter organisieren.

Aber auch andere Erfahrungen, wie ein Auslandsjahr mit Work and Travel, können hilfreich sein. Es zeugt von Fremdsprachenkenntnissen und Lebenserfahrung. Zusätzlich kann man davon ausgehen, dass mit dieser Erfahrung auch eine gewisse soziale Intelligenz und Arbeitswille vorhanden sind. Aber auch ehrenamtliche Tätigkeiten werden im Lebenslauf gerne gesehen.

Genauso kann es von Vorteil sein, während der Bewerbungsphase eine Selbständigkeit zu beginnen. Die sogenannte Slash Career wird heutzutage immer beliebter. Normalerweise macht man sein Hobby damit zum Beruf, geht aber nebenbei noch seinen Hauptberuf nach. Doch auch nach dem Studienabschluss kann eine Nebentätigkeit sinnvoll sein. Man verbringt damit nicht nur Zeit des Bewerbungsprozesses sinnvoll und produktiv. Man vermeidet auch allzu lange Lücken im Lebenslauf.

Netzwerken

Ob von Angesicht zu Angesicht, oder digital: Kontakte knüpfen ist und bleibt ein extrem wertvoller Bestandteil der Jobsuche. Dabei kann man auf sogenannten Jobmessen nicht nur wertvolle Kontakte knüpfen, sondern auch gleich einen ersten persönlichen Eindruck hinterlassen. Wer dort im Businessoutfit und mit den wichtigsten Unterlagen in der Hand die richtigen Personen trifft, darf sich im Nachhinein vielleicht über einen unerwarteten Anruf freuen.

Nicht zu vernachlässigen sind heute aber auch die Sozialen Netzwerke. Neben bekannten Namen wie Facebook oder Instagram, sind für die Jobsuche vor allem die Seiten Xing und LinkedIn wichtig. Genau für diese Art karrieretechnischer Vernetzung sind diese nämlich gemacht. Dementsprechend kann es hilfreich sein, sein eigenes Profil dort aufzubauen und zu gestalten. Zusätzlich ist es nicht verkehrt, ein wenig auf die eigenen Profile bei Facebook und Instagram zu achten. Viele Unternehmen durchleuchten ihre Bewerber genauestens. Ein nicht gerne gesehener Beitrag kann schnell zu einer Absage führen.

Weiterbildungen

Viele Studienabsolventen wissen bereits, dass sie weiterführende Ausbildungen benötigen, um tatsächlich ihren Traumberuf zu erreichen. Doch auch wenn die fachliche Qualifikation nach dem Studium ausreicht, ist die Möglichkeit der Fortbildung trotzdem von Vorteil. Sie kann das zusätzliche Fachwissen vermitteln, das einen von den Mitbewerbern abhebt.

Dabei ist es letzten Endes vor allem fachabhängig, ob man sich für ein postgraduales Studium, die Weiterbildung an einem öffentlichen Kolleg, oder den Besuch einer privaten Aufstiegsfortbildung mit IHK Abschluss entscheidet. Eine weitere Möglichkeit bietet außerdem noch die Ausbildung zum staatlich geprüften Betriebswirt, oder – im Falle einer Orientierung hin zu den Naturwissenschaften – eine Ausbildung zum staatlich geprüften Meister.

Bewerbungen

Last but not least muss natürlich eine ordentliche Bewerbung im Mittelpunkt stehen, wenn es darum geht, seine Chancen auf einen erfolgreichen Berufseinstieg zu steigern. Wichtig dafür ist ein gut strukturierter und ordentlich verfasster Lebenslauf. In tabellarischer Form kann der zukünftige Arbeitgeber am übersichtlichsten den bisherigen Werdegang einschätzen. Neben Praktika oder anderweitiger Berufserfahrung sollte natürlich auch der Ausbildungswerdegang beschrieben werden. Genauso ist es ratsam, dort etwaige Fortbildungen oder zusätzliche Kenntnisse und Fähigkeiten einzubauen. Auch Hobbies dürfen heutzutage in einem Lebenslauf stehen. Und nicht vergessen: Man sollte den eigenen Lebenslauf für jede Bewerbung aufs Neue verfassen, um für seine Einzigartigkeit zu garantieren. Erfahrene Personaler erkennen Bewerbungen aus der Retorte in den allerhäufigsten Fällen sofort.

Das Anschreiben sollte ebenfalls für jede Bewerbung individuell verfasst werden. Denn es darf nicht zu viel von den eigenen Interessen und Zielen handeln. Lieber sollte ein Anschreiben die persönliche Motivation für den jeweiligen Posten in den Vordergrund stellen, für den man sich bewirbt. Dabei muss dargestellt werden, aufgrund welcher Fähigkeiten und Eigenschaften man selbst der ideale Kandidat für die Stell ist. Es sollte klar erläutert werden, wie man gedenkt in dieser Position bestmögliche Arbeit für den zukünftigen Arbeitgeber zu leisten. Des Weiteren…

  • …sollten Rechtschreibung und Grammatik beachtet werden.
  • …sollte auch das Anschreiben kompakt und übersichtlich gehalten werden.
  • …sollten alle Teile einer Bewerbung optisch zusammenpassen.
  • …sollten abgedroschene Phrasen vermieden werden (z.B. „Hiermit bewerbe ich mich für den Posten als…“).
  • …sollten Abschlusszeugnisse, Referenzen, Empfehlungsschreiben und ein Foto des Bewerbers angehängt werden.

Gerade Studienabsolventen stellen im Bewerbungsprozess Licht gerne unter den Scheffel. Schließlich ist man doch nur Student. Doch man vergisst oft, welche Fähigkeiten und Kenntnisse man in seinem Leben schon sammeln durfte. Aber auch frisch von der Uni sollte man sich seiner guten Eigenschaften und besonderen Erfahrungen bewusst sein. Wer es schafft, mit Selbstvertrauen und Zuversicht über diese zu berichten, kommt meist besser an.

Und auch wenn der eigene Traumjob im Augenblick nicht ausgeschrieben wird, kann eine Bewerbung trotzdem erfolgreich sein. Viele Unternehmen schreiben freie Posten gar nicht unbedingt aus, sondern suchen sich über bereits geknüpfte Kontakte passende Bewerber (siehe Punkt Netzwerken). Andere bauen auch auf Initiativbewerbungen. Deshalb spricht also auch gegen eine Bewerbung ohne ausgeschriebene Stelle gar nichts, die Chancen können dadurch nur größer werden.

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