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Unternehmensfinanzierung: Private Equity – Scientific Abstract

Dies ist ein Scientifc Abstract (Zusammenfassung wissenschaftlicher Quellen) mit dem Thema „Unternehmensfinanzierung: Private Equity“. Das Abstract wurde von Dominik Breitkreutz (FOM Essen) zur Verfügung gestellt.

 

Für eine prägnantere Darstellung des Themas „Private Equity“ siehe auch: Was ist Private Equity & Venture Capital?

Seit jeher zählt die Finanzierung zu den klassischen Herausforderungen, denen sich die Unternehmensführung stellen muss. Bedingt durch die Finanzmarktkrise und Reformen auf dem Kapitalmarkt gestaltet sich die Kapitalbeschaffung für Unternehmen immer schwieriger. Eine Alternative für die Unternehmensfinanzierung stellt Private Equity dar.

Im klassischen Sinne ist Private Equity ein eigenkapitalähnliches Finanzierungsmittel, bei dem Kapitalbeteiligungsgesellschaften in nicht börsennotierte, häufig mittelständische Unternehmen innovativer Branchen mit guten Wachstumspotenzialen investieren. Die Beteiligungsgesellschaft wird Mitgesellschafter auf Zeit (meist zwischen 1 und 10 Jahren) und erhält Mitwirkungs- und Mitspracherechte, greift jedoch in der Regel nicht in das Tagesgeschäft des Unternehmens ein. Da Beteiligungsgesellschaften nur Minderheitenbeteiligungen eingehen, bleibt die Entscheidungskraft im Unternehmen.

Ziel der Kapitalunterstützung ist ein gesteigerter Unternehmenswert von dem die Kapitalgeber in Form ihrer Rendite partizipieren. Dem gegenüber stehen jedoch die mit der Finanzierung verbundenen Risiken, die mit dem völligen Verlust des eingesetzten Kapitals enden können, da Sicherheiten bei der Vergabe von Private-Equity-Kapital keine Rolle spielen. Eine Private Equity Finanzierung ist grundsätzlich bei allen Rechtsformen möglich.

Das einzelne Investment einer Private-Equity-Gesellschaft (PE-Gesellschaft) kann in verschiedene Phasen unterteilt werden. Die letzte Phase der Kapitalbeteiligung an einem Unternehmen bildet der sogenannte Exit – der Ausstieg aus der Beteiligung. In wissenschaftlicher Literatur werden die Exit-Möglichkeiten in fünf Bereiche kategorisiert. Beim „Buy Back“ werden die Beteiligungen der Private-Equity-Gesellschaft vom Unternehmen bzw. dem Management des Unternehmens zurückgekauft. Bei der „Liquidation“ werden die Geschäftstätigkeiten eingestellt und die einzelnen Unternehmensbereiche aufgelöst. Wird die Beteiligung an eine andere Kapitalbeteiligungsgesellschaft verkauft, spricht man vom „Secondary Purchase“. Die Veräußerung der Beteiligung an einen industriellen Käufer mit strategischen Absichten wird als „Trade Sale“ bezeichnet. Aufgrund des zu erwartenden Gewinns und aus steuerlicher Sicht wird der Börsengang (Initial Public Offering, kurz: IPO) häufig als die attraktivste Exit-Variante angesehen. Durch den IPO ergeben sich sowohl für das Unternehmen als auch die Private-Equity-Gesellschaft finanzielle Vorteile.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass sich speziell kleinere Unternehmen aufgrund restriktiverer Kreditvergaben der Banken, besonders seit Basel II, nach Alternativen zur Bereitstellung von Kapital umsehen müssen. Gerade hier bieten sich die Vorteile des Private Equity als gutes Instrument zur Wachstumsfinanzierung an. Da keine Sicherheiten gestellt werden müssen, bleiben diese für Kredite verfügbar. Weiterhin bieten Private-Equity-Gesellschaften häufig ein umfangreiches Betreuungs- und Beratungsangebot, das den Unternehmen zugute kommt.

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