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FOM Erfahrungsbericht Teil 4 – Das 3. Semester

Dies ist ein Erfahrungsbericht über das Wirtschaftsinformatik Studium an der FOM Hamburg.

Yeah! Nun bin ich im 4. Semester. Zeit für einen kurzen Rückblick auf das vorangegangene Semester. Diesmal kam es mir nicht so anstrengend vor. Vielleicht habe ich mich aber auch einfach nur an die Anforderungen gewöhnt.

Dieses Semester standen folgende Fächer auf dem Lehrplan:

  • Grundlagen des Projektmanagements
  • Webprogrammierung
  • Betriebssystem Theorie
  • Skriptsprachenorientierte Programmierung

Die Anzahl der Fächer war dieses Semester also äußerst übersichtlich. Allerdings mussten wir in zwei Fächern Hausarbeiten schreiben. Eine große in Webprogrammierung (15 – 20 Seiten) und eine kleine (12 – 15 Seiten) in Projektmanagement.

Grundlagen des Projektmanagements:

Der Projektmanagementkurs hat am meisten Spaß gemacht. Die Dozentin war Prof. Dr. Beatrix Palt. Sie verfolgte nach eigener Aussage das Ziel des „erlebnisorientierten Lernens“, bei dem der Lernstoff nicht nur durch bloße Theorie vermittelt werden sollte, sondern auch durch einen ausgiebigen Praxisteil. So haben wir in den Vorlesungen neben den Durcharbeiten von Projektmanagement Literatur auch Fallbeispiele durchgespielt sowie zum Abschluss des Semesters ein Planspiel veranstaltet, bei dem ein Projekt anhand eines Szenarios von Anfang bis Ende – naja aus Zeitgründen leider nicht bis zum Ende – durchgespielt wurde. Weiterhin haben wir die Hamburger Messehallen besucht. Der für die Hamburger Messen zuständige Projektleiter hat uns dabei Einblick in seine Arbeitsweise und Projektmanagement Tools gegeben. Achja, und wir haben Freikarten für die Hanseboot Messe erhalten. Im Projektmanagementkurs habe ich dieses Semester wahrscheinlich am meisten gelernt. Es ist einfach etwas anderes, wenn man den Lernstoff aktiv „erlebt“, als dem Dozenten einfach nur beim „Runterrattern“ des Skriptes zuzuhören. Die Klausur habe ich leider „nur“ mit einer 3,3 bestanden.

Aber der Projektmanagement Kurs hatte auch eine Schattenseite. Wir mussten eine 15-seitige Hausarbeit schreiben. Das Thema war frei wählbar, musste aber natürlich im Projektmanagementkontext stehen. Ich entschied mich für das Thema „Steuerungsmöglichkeiten der Projektkultur zur Erfolgssteigerung von Projekten“. Ein Fehler wie sich herausstellte, da ich Schwierigkeiten hatte entsprechende Fachliteratur zu finden. Und ich machte gleich noch einen Fehler hinten dran: Ich habe die Facharbeit ungeheftet in einer Hülle abgegeben. Dafür habe ich eine 5,0 bekommen, weil dies ein Formfehler ist. Der Inhalt der Arbeit wurde gar nicht angeschaut. 5,0 heißt natürlich, dass ich die Prüfungsleistung nicht bestanden habe. Das hat mich total geärgert. Bisher konnte ich jede Prüfungsleistung bestehen und jetzt bin ich nur wegen so einer dummen Sache durchgefallen. Aber Ende gut, alles gut. Ich konnte die gleiche Hausarbeit noch einmal abgeben und siehe da:  sie wurde mit 1,3 benotet.

Webprogrammierung

Webprogrammierung hatte ich letztes Semester als Wahlpflichtfach gewählt. Auch das war leider ein Fehler. Die Vorlesungen waren leider tödlich langweilig. Obwohl sich der Dozent, Herr André Grunow, wirklich beste Mühe gab, den Stoff so locker wie möglich herüberzubringen. Der Lehrplan sah es aber vor, dass wir eine Vielzahl von Technologien durchnehmen mussten. Es begann locker mit HTML und CSS sowie JAVA-Script. Dann ging es weiter mit diversen JAVA-Frameworks wie Struts, JAX und Axis, Programmierarchitekturen, Webservices und AJAX sowie XML. Also einfach eine ganz schöne Menge. Der Praxisteil blieb wirklich sehr knapp. Es wurden vor allem Powerpoint-Folien heruntergerattert. Da ist es nicht verwunderlich, dass am Semesterende nicht viel von der riesigen Stoffmenge übrig blieb. Glücklicherweise schränkte Herr Grunow den klausurrelevanten Stoff soweit ein, dass eine vernüftige Klausurvorbereitung möglich war. So habe ich die Klausur dann auch mit 1,0 bestanden. Webprogrammierung habe ich jetzt allerdings abgewählt.

Betriebssystem Theorie

Wie der Name schon vermuten lässt, handelte es sich bei diesem Fach um eine rein theoretische Abhandlung über Betriebssysteme. Die Themenpalette war sehr vielfältig. Es ging um verschiedene Betriebssysteme und deren Funktionsweise sowie deren Zusammenspiel mit Arbeitspeicher, Prozessor und Software.

Wie gesagt, alles sehr theoretisch. Die Klausur war auch nicht ganz ohne. Wir durften aber – das habe ich an der FOM Hamburg noch nie erlebt – die Skripte in die Klausur nehmen. Das war meine Rettung. Denn aufgrund der vielen Themen, war es nicht nicht so einfach möglich, den gesamten Lernstoff auswendig zu können. Aber auch mit Skript war die Klausur nicht gerade einfach, da für 2 Stunden sehr viele Aufgaben gestellt waren. Naja, ich habe die Klausur mit 2,7 bestanden und bin damit eigentlich auch ganz zufrieden.

Skriptsprachenorientierte Programmierung

Dieses Fach hätte man eigentlich auch einfach „Perl“ nennen können, denn außer der Programmiersprache Perl haben wir keine weiteren Sprachen behandelt. Zum Glück hatte ich bereits Vorerfahrung mit Perl und mit der ähnlichen Programmiersprache PHP. Die Klausur fand ich dann aber doch heftig und teils unfair. Es wurden teilweise Fragen gestellt, die nicht in den Vorlesungen und Skripten behandelt wurden. Es waren alles sehr spezifische Fragen nach dem Motto: „Was passiert, wenn ich Perl vergewaltige?“ Ein Beispiel: Was gibt Perl aus, wenn man „A5“ durch „B3“ teilt. Tja, das kann man nicht wissen, wenn man es nicht mal ausprobiert hat. Und welcher halbwegs intelligente Programmierer kommt auf die Idee Buchstaben durcheinander zu teilen? Wie ein Wunder habe ich in der Klausur eine 2,3 geschafft.

Meine Noten im Überblick

Auch dieses Semester habe ich wieder ganz gut abgeschnitten. Hier sind meine Klausurergebnisse noch einmal im Überblick:

  • Grundlagen des Projektmanagements: 3,3
  • Webprogrammierung: 1,0
  • Betriebssystem Theorie: 2,7
  • Skriptsprachenorientierte Programmierung: 2,3

Hausarbeiten:

  • Grundlagen des Projektmanagements: 5,0 im zweiten Anlauf 1,3
  • Webprogrammierung: (noch nicht erhalten)

Meine Bewertung der FOM Hamburg

Wie auch in den letzten Semestern bin ich mit den Dozenten der FOM im Großen und ganzen zufrieden. Nicht so zufrieden war ich mit der Studentenbetreuung der FOM Hamburg. In der Betreuung herrscht ein reger Wechsel des Personals, so dass die Damen und Herren nicht immer weiterhelfen können, da sie XY noch nie gemacht haben. Na egal, das es für mich weiter geht ist ja klar. Nach 3 abgeschlossenen Semestern ist jetzt immerhin fast Halbzeit.

Was hat mir das Studium bis hierher gebracht? Nun, ich habe natürlich viele theoretische Dinge gelernt. Aber das Studium an der FOM hat mir noch mehr gebracht. Zum Beispiel einiges an Selbstbewusstsein. Alleine das ich in den ersten beiden Semestern die Matheklausuren bestanden habe (Mathe war immer mein Hass- und Angstfach), hat viel dazu beigetragen. Darüber hinaus hat mir das Wirtschaftsinformatik Studium auch ein Stückweit gezeigt, wie ich mich beruflich orientieren möchte. Am Anfang des Studiums war ich sehr auf die Informatik fixiert und habe den „Wirtschaftskram“ nur als Beiwerk gesehen. In den 3 Semestern habe ich nun aber gemerkt, dass es sich nun genau umgekehrt hat. Ich habe mehr Spaß an den BWL-Themen, als beispielsweise an Programmierung etc. In soweit hat mir die FOM schon ein Stück geholfen meinen Weg zu finden. Und das bloß für läppische 360 Euro im Monat ;).

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