Bedeutung der Aging Workforce für die Personalentwicklung - Scientific Abstract

Dies ist ein Scientifc Abstract (Zusammenfassung wissenschaftlicher Quellen) mit dem Thema “Die Bedeutung der Aging Workforce für die Personalentwicklung”. Das Abstract wurde von Sarah Bahne (FOM Marl) zur Verfügung gestellt.

Unter dem Begriff Aging Workforce werden die Auswirkungen der Demographie (Alterung der Gesellschaft) auf die interne Demographie in Unternehmen verstanden. In Deutschland steigt das Durchschnittsalter der Bevölkerung von Jahr zu Jahr deutlich an. Es wird davon ausgegangen, dass 2030 bereits etwa 30 % der Bevölkerung über 65 Jahre alt sind. Deshalb ist es für Unternehmen schon jetzt wichtig Strategien zu entwickeln, um diesem Trend zu begegnen. Jedes Unternehmen sollte auf die interne Demographie reagieren, da der Anteil der jüngeren Arbeitnehmer stark rückläufig ist.

Aufgrund des demographischen Wandels wird es immer schwieriger sein jüngere Mitarbeiter zu rekrutieren.
Dementsprechend sollten das Personalmanagement und besonders die Personalentwicklung dafür sorgen, dass Maßnahmen ergriffen werden um die Aging Workforce zum Vorteil für das Unternehmen zu machen. Es sollte vor allem die Gestaltung des Arbeitsumfeldes beachtet werden, dazu zählt zum Beispiel die Einführung von altersgerechten Arbeitszeitmodellen. Außerdem ist es für das Unternehmen sinnvoll das fachliche Know-how und den Erfahrungsschatz der älteren Mitarbeiter auch über längeren Zeitraum verfügbar zu machen. Hierzu ist es notwendig die fachliche Qualifikation im Rahmen der Personalentwicklung zu einer lebenslangen Kompetenzentwicklung auszubauen.

Ein Angebot bzgl. Seminare, Weiterbildungsmaßnahmen und die Bereitstellung von Tutoren oder Mentoren sollte die Mitarbeiter auf dem neusten Stand halten und dort weiter fördern. Nur so lassen sich Leistungs- und Entwicklungspotenziale sichern. Seit dem 01.01.2002 gibt es für die Unternehmen auch Förderungen vom Staat durch das Job Aqtiv-Gesetz, nach welchem Weiterbildungskosten für Mitarbeiter ab dem 50. Lebensjahr in Betrieben bis 100 Arbeitnehmern vom Staat übernommen werden.

Gerade in der heutigen Zeit der Globalisierung ist zum Beispiel die Kenntnis der englischen Sprache unbedingt erforderlich, da viele Unternehmen vermehrt international agieren. Auch technisches Wissen tritt immer weiter in den Vordergrund (neue, spezielle PC-Software). Folglich ist die Verbindung von kontinuierlichem Lernen und Arbeiten nötig um den Transfer in den eigenen Arbeitsprozess zu ermöglichen.

Mit eben diesen Punkten beschäftigt sich das sogenannte „Age Management“, dessen Konzept die Erhaltung und Verbesserung der Arbeitsfähigkeit in den jeweiligen Altersstufen und besonders bei älteren Mitarbeiter ist. In diesem Ansatz spielen natürlich weitere Faktoren eine Rolle, unter anderem die Gesundheit der Mitarbeiter. Diese kann durch wiederkehrende Gesundheitschecks überprüft werden. Weiterhin zählen auch Motivation und Arbeitszufriedenheit dazu, die wiederum durch Mitarbeitergespräche, Feedbacks oder eine leistungsabhängige Vergütung, als Ansporn, gewährleistet werden.

Das Unternehmen sollte in jedem Fall dem Mitarbeiter unterstützend zur Seite stehen und sich vor allem in den Mitarbeiter hineinversetzen. Der Mitarbeiter muss das Gefühl bekommen innerhalb des Unternehmens einen Nutzen zu tragen, dann wird der gewünschte Nutzen nicht ausbleiben. Viele Unternehmen setzen auch auf Modelle wie Altersteilzeit oder Frührente. Es ist jedoch sinnvoller, erfahrene Mitarbeiter für das Unternehmen zu wahren, so dass diese ihr Know-how und ihre Erfahrung auch an jüngere Mitarbeiter weitergeben können.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Thema Aging Workforce von großer Bedeutung für die Personalentwicklung ist. Denn nur wer sich aktiv und zeitnah mit dieser Herausforderung beschäftigt, kann sich Erfolg für die Zukunft der Mitarbeiter und des Unternehmens sichern.

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